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Wer entscheidet?

TeelichtLetztwillige Verfügung

Jeder Mensch kann aber auch durch letztwillige Verfügung bestimmten,
dass, für den Fall seines Todes, Art und Ort seiner Bestattung seinen
Wünschen entsprechen. Verfasst der Verstorbene vor seinem Tod jedoch
einen formgerechten letzten Willen und/oder betreut einen Testaments-
vollstrecker mit dem Auftrag, ist der Wunsch des Verstorbenen, die
Bestattung in bestimmter Art und Weise zu veranlassen, für Angehörige
rechtlich bindend.

Hat der Verstorbene allerdings vor seinem Tode keinerlei Wünsche hinsichtlich
Art und Ort der Bestattung, sowie Einzelheiten zu deren Gestaltung geäußert,
so sind die Angehörigen berechtigt darüber zu entscheiden. Der Wille des
überlebenden Ehegatten geht dabei vor dem aller Verwandten.

Wird kein Ehegatte hinterlassen, so geht der Wille der Kinder oder ihrer
Ehegatten über dem der übrigen Verwandten, dem Willen näherer Verwandter,
dem der entfernteren Verwandten oder des Verlobten vor. Wenn mehrere
Angehörige mit gleichem Entscheidungsrecht verblieben sind, so müssen alle
einwilligen wie verfahren wird. Können die gleichberechtigten Angehörigen nicht
zu einer Einigung kommen, entscheidet vor Ort die Polizeibehörde, im Übrigen
die Ordnungsbehörde unter Berücksichtigung der Umstände des jeweiligen Falles.

Die vorgesehene Reihenfolge der bestimmenden Angehörigen, welche durch
Sitte und Gesetz bestimmt wird, kann durch den letzten Willen des Verstorbenen
abgeändert werden. War der Verstorbene zur Zeit seines Todes noch nicht
16 Jahre alt oder geschäftsunfähig, so bestimmt der gesetzliche Vormund die
Bestattungsart.

Welche Arten der Bestattung gibt es?
  • Anonyme Erdbestattung in einem Reihengrab
  • Erdbestattung in einem Reihengrab
  • Feuerbestattung in einem Reihengrab
  • Seebestattung
  • Waldbestattung
Wer bestimmt Art und Ort der Bestattung?
Die Erdbestattung ist nach wie vor die traditionellste Form der Bestattung,
sie liegt im Bundesdurchschnitt bei 60 Prozent. Auf einer Wahl- oder Reihen-
grabstelle wird der Körper des Verstorbenen in einem Sarg der Erde übergeben.
20 bis 30 Jahre Ruhefrist werden dem Körper des Verstorbenen gewährt um
zu vergehen.

Für die Feuerbestattung wird der Körper des Verstorbenen eingeäschert und
mit einer Urne in einer Urnengrabstelle beigesetzt oder auf See versenkt.
Die Einäscherung muss, nach den in den Bundesländern unterschiedlich
gültigen Gesetzen, entweder vom Verstorbenen schriftlich gewünscht worden
sein oder durch berechtigte Verwandte schriftlich angeordnet werden. Für die
Urnenbeisetzung auf See (Seebestattung) gilt das Gleiche.

Es besteht grundsätzlich Friedhofszwang für die Beisetzung eines Sarges oder
einer Urne. Zunächst richten sich Art und Ort der Bestattung nach dem Willen
des Verstorbenen. Hat er Wünsche in dieser Hinsicht geäußert, vertraut der
Verstorbene in der Regel auf das Feingefühl seiner Angehörigen, dass sie seinen
Willen erfüllen werden, denn der Gesetztgeber verpflichtet die Ausführung des
Willens des Verstorbenen nicht. Auch ohne Strafvorschrift geht der Gesetzgeber
von der Erwartung aus, dass die Angehörigen ihren sittlichen Verpflichtungen
nachkommen.

 
Foto: Kerze - Hans Heindl
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